Unix-ähnliche Betriebssysteme, Minix3, Plan 9, download iso installation
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[bearbeiten] Unix-ähnliche Systeme
[bearbeiten] HelenOS (64 Bit)
Website: http://www.helenos.org
HelenOS ist ein modernes, auf einen Mikro-Kernel basierendes Betriebssystem, dass auf vielen Prozessor-Architekturen läuft. HelenOS ist OpenSource und wird unter einer BSD-Lizenz veröffentlicht. Der User's Guide (http://trac.helenos.org/wiki/UsersGuide) informiert über die Bedienung. Live-CDs für unterschiedliche Prozessorarchitekturen stehen zum Download bereit.
Host ~$ wget http://www.helenos.org/releases/HelenOS-0.4.3-amd64.iso Host ~$ qemu-system-x86_64 -machine type=pc,accel=kvm \ -cdrom HelenOS-0.4.3-amd64.iso
[bearbeiten] Minix3
Website: http://www.minix3.org
Empfehlung: Empfehlung: Standard-PC (Default), 128 MByte RAM, Festplatte: 1 GByte.
Minix ist ein freies unix-ähnliches Betriebssystem. Es wurde von Andrew S. Tanenbaum an der Freien Universität Amsterdam als Lehrsystem entwickelt. Eine Motivation für Minix war unter anderem, dass der Quellcode von Unix nicht mehr für Lehrzwecke an Universitäten zur Verfügung stand. Ein fertig eingerichtetes System steht zum Download bereit.
Host ~$ wget \
http://www.minix3.org/download/minix3_1_1_small_vmware_256MB_1GB.zip
Host ~$ unzip minix3_1_1_small_vmware_256MB_1GB.zip
Host ~$ qemu-system-x86_64 minix311_256MB_1GB/MS-DOS.vmdk
Nach dem Starten loggt man sich als Benutzer root ohne Passwort ein. Die deutsche Tastatur wird unter loadkeys /usr/lib/keymaps/german.map eingerichtet. Beendet wird das System mit shutdown -h now. Es ist zu empfehlen, nach der Installation und Konfiguration die virtuelle Maschine herunterzufahren und ein oder mehrere Overlay-Dateien anzulegen, um das Basis-Image vor Änderungen zu schützen.
Host ~$ qemu-img create -b minix311_256MB_1GB/MS-DOS.vmdk \
-f qcow2 minix311_256MB_1GB/MS-DOS-01.ovl
Gestartet wird von der Overlay-Datei mit folgenden Optionen:
Host ~$ qemu-system-x86_64 minix311_256MB_1GB/MS-DOS-01.ovl
[bearbeiten] Plan 9
Download: http://plan9.bell-labs.com/plan9/
Empfehlung: Standard-PC (Default), ab 32 MByte RAM, Festplatte: 1 GByte.
Plan 9 wird seit 1985 in den AT&T Bell Laboratorien entwickelt. Es ist ein fortschrittliches Multi-User Betriebssystem das als Open Source weiterentwickelt wird und nicht auf Unix Quellcode aufbaut. Das Konzept sieht vor, Funktionen auf die Computer im Netzwerk effizient zu verteilen. Es können Prozesse auf andere Computer gespiegelt werden, um die Verfügbarkeit auch bei Ausfall einzelner Komponenten sicherzustellen. Plan 9 eignet sich besonders für den Einsatz in verteilten Systemnetzen auf den verschiedensten Hardware Plattformen. Es ist nicht für den Endanwender gedacht. Es verfügt über wenige Treiber und es fehlen kommerzielle Anwendungen.
Host ~$ qemu-img create -f qcow2 plan9.img 1G
Zum Download wird das ISO-Image der Installations-CD angeboten. Man lädt dieses Image herunter und entpackt es. Hier die entsprechenden Linux-Befehle.
Host ~$ wget http://plan9.bell-labs.com/plan9/download/plan9.iso.bz2 Host ~$ bunzip2 plan9.iso.bz2
QEMU oder die Kernel-based Virtual Machine wird mit diesen Optionen gestartet.
Host ~$ qemu-system-x86_64 -hda plan9.img -cdrom plan9.iso -boot d -m 32
Die CD ist sowohl Live- als auch Installations-CD. Zur Installation ist die 1 auszuwählen.
1. Install Plan 9 from this CD 2. Boot Plan 9 from this CD
Bei den meisten Fragen wird mit [Enter] die Vorgabe übernommen.
use DMA for ide drives [yes]: [Enter] mouseport is [ps2]: [Enter]
Die Auflösung wird auf 1024x768 erhöht.
vgasize [640x480x8]: 1024x768x8 monitor is [xga]: [Enter]
Es startet die grafische Benutzeroberfläche Rio mit dem Installationsprogramm.
Task to do [configfs]: [Enter] File system [fossil]: [Enter] Task to do [partdisk]: [Enter]
Es wird die virtuelle Festplatte ausgewählt.
Disk to partition: sdC0 Install mbr (y, n) [no default]: y
Anschließend wird zur Partitionierung das Programm fdisk gestartet. Da hier die gesamte Festplatte verwendet werden soll, ist w und q einzugeben.
>>> w >>> q Task to do [prepdisk]: [Enter] Plan 9 partition to subdivide [/dev/sdC0/plan9]: [Enter]
Auch bei der Unterteilung der Partition ist w und q einzugeben.
>>> w >>> q Task to do [fmtfossil]: [Enter] Fossil partition to format [/dev/sdC0/fossil]: [Enter] Task to do [mountfs]: [Enter] Fossil partition [/dev/sdC0/fossil]: [Enter] Task to do [configdist]: [Enter] Distribution is from (local, net [local]: [Enter] Task to do [mountdist]: [Enter]
Bei der Frage nach der Quelle für die Software ist die Installations-CD anzugeben.
Distribution disk [no default]: /dev/sdD0/data Lcation of archives [browse]: [Enter]
Es lassen sich mit Shell-Befehlen die Software-Quellen überprüfen. Mit exit beendet man die Shell wieder.
% exit
Es wird das System auf die Festplatte installiert.
Task to do [copydist]: [Enter] Task to do [bootsetup]: [Enter] Enable boot method (floppy, plan9, win9x, winnt): plan9 Install the Plan 9 master boot record (y, n) [no default]: y Task to do [finish]: [Enter] Feel free to turn out your computer.
Die Installation wird beendet und das System ist neu zu starten.
Host ~$ qemu-system-x86_64 -hda plan9.img -m 32
Plan 9 erlaubt das Booten sowohl über das Netzwerk als auch von der lokalen Festplatte.
root is from (tcp, local) [local!#S/sdC0/fossil]: [Enter]
Als Standard-Benutzer ist glenda einzugeben.
user[none]: glenda
Für die Bedienung der grafischen Benutzeroberfläche Rio ist eine Drei-Tasten-Maus notwendig. Bei einer Zwei-Tasten-Maus wird mittlere Taste durch gleichzeitiges Drücken beider Maus-Tasten emuliert. Um ein Fenster mit einer Shell zu öffnen, ist mit der rechten Maus-Taste auf den Desktop zu klicken und im Kontext-Menü New auszuwählen. Der Kursor wird zu einem Kreuz und man zieht mit der rechten Maus-Taste auf dem Desktop ein Rechteck auf. Es erscheint ein Fenster mit der rc-Shell. Um das Netzwerk per DHCP konfigurieren zu lassen, ist der Befehl ip/ipconfig anzuwenden. Zur Namensauflösung per DNS ist ndb/dns -r einzugeben.
Gast $ ip/ipconfig Gast $ ndb/dns -r
Plan 9 wird mit fshalt heruntergefahren.
Gast $ fshalt
Eine Einführung zu Plan 9 ist unter der URL http://www.lulu.com/content/406379 erhältlich. Es ist zu empfehlen, nach der Installation und Konfiguration die virtuelle Maschine herunterzufahren und ein oder mehrere Overlay-Dateien anzulegen, um das Basis-Image vor Änderungen zu schützen.
Host ~$ qemu-img create -b plan9.img -f qcow2 plan9-01.ovl
Gestartet wird von der Overlay-Datei mit folgenden Optionen:
Host ~$ qemu-system-x86_64 -hda plan9-01.ovl -m 32
[bearbeiten] 9Front
Website: https://code.google.com/p/plan9front/
Download: https://code.google.com/p/plan9front/wiki/mirrors
9Front ist ein Fork des Betriebssystems Plan 9 mit dem Ziel, das zu Forschungszwecken genutzte Plan 9 weiterzuentwickeln. Zum Download steht eine Live-CD zur Verfügung. Nach dem Herunterladen der entsprechenden Datei entpackt man diese mit bunzip2 und startet QEMU mit diesem ISO-Image.
Host ~$ bunzip2 9front-*.iso.bz2 Host ~$ qemu-system-x86_64 -cdrom 9front-XXX.iso
Beim Booten sind einige Fragen zur Konfiguration zu beantworten. Bei den meisten Fragen wird mit [Enter] die Vorgabe übernommen.
bootargs is (tcp, local!device) [local!/dev/sdD0/data] '''<nowiki>[Enter] user[none] '''glenda''' <nowiki>vgasize is (text, 640x480x8, 1024x768x16, ...) [1024x768x16] '''<nowiki>[Enter] monitor is (vesa, xga, lcd, ...) [vesa] '''<nowiki>[Enter] mouseport is (ps2, ps2intellimouse, 0 1, 2) [ps2] '''<nowiki>[Enter]
Es startet die grafische Benutzeroberfläche Rio.